Sebastian Knorr

DEEN

Wirtschaftsanalyse · Graz

Was möchten Sie wissen?

Wählen Sie eine Frage. Sie sehen, wie ich sie beantworte und auf welche Daten sich die Antwort stützt.

Wie stehe ich gegen meine Wettbewerber?

Ich lese die Jahresabschlüsse Ihres Betriebs und Ihrer zehn bis zwanzig nächsten Wettbewerber, jeweils über mindestens drei Jahre. Daran wird sichtbar, wer investiert und wer Lager aufbaut, wer von der Substanz lebt und wer sich über die Bank finanziert. So erkennen Sie, welchen Weg Ihre Wettbewerber eingeschlagen haben.

Als Maßstab dient Ihre Branche in Österreich und in den Nachbarländern.

Worauf die Antwort beruht

  • Jahresabschlüsse aus dem Firmenbuch
  • Unternehmensstatistik von Eurostat je Branche und Land
  • Bilanzdaten europäischer Unternehmen (BACH)

Preise, Margen einzelner Produkte und Kundenlisten stehen in keinem Abschluss.

Wie sieht mich meine Bank?

Ich lese Ihren Abschluss so, wie ihn ein Ratingmodell liest. Dazu gehören die Eigenmittelquote und die fiktive Schuldentilgungsdauer, die Fristendeckung und die Frage, ob Ihre operative Rendite über den Kosten Ihrer Kredite liegt. Jede Kennzahl steht neben den Werten Ihrer Branche.

Dazu kommt der Blick auf die andere Seite des Tisches. Wie hoch die Zinsen für Unternehmenskredite Ihrer Größe sind und wie streng die Banken gerade vergeben, zeigen die Statistiken der Europäischen Zentralbank.

Worauf die Antwort beruht

  • Ihr Jahresabschluss aus dem Firmenbuch
  • Zinsstatistik und Umfrage zum Kreditgeschäft der Europäischen Zentralbank
  • Bilanzdaten europäischer Unternehmen (BACH)

Das interne Rating Ihrer Hausbank und Ihre Kreditlinien am Stichtag kennt nur die Bank selbst.

Wie sicher sind meine größten Kunden und Lieferanten?

Sie nennen mir Ihre wichtigsten Kunden und Lieferanten. Ich prüfe jedes Gegenüber an seinen Jahresabschlüssen und an seinen Spuren im Firmenbuch. Warnzeichen sind etwa ein Abschluss, der erst nach Ablauf der Frist eingereicht wird, ein Wechsel der Geschäftsführung oder des Abschlussprüfers und ein bestellter Abwickler.

Wie sich die Insolvenzen in der Branche des Gegenübers entwickeln, ordnet jeden Befund ein.

Worauf die Antwort beruht

  • Jahresabschlüsse und Änderungen im Firmenbuch seit 2008
  • Insolvenzstatistik von Eurostat

Offene Posten und die Zahlungsmoral eines Gegenübers zeigt kein öffentliches Register.

Wohin bewegt sich meine Branche?

Ich stelle Ihre Branche in Österreich neben dieselbe Branche in Deutschland, Italien, Slowenien, Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Verglichen werden Marge, Produktivität, Arbeitskosten, Energieeinkauf und Investitionen, dazu Produktion und Erzeugerpreise im Verlauf.

Aus den Bilanzen der Betriebe kommt hinzu, was keine Statistik zeigt. Daran sehen Sie, ob Ihre Branche Substanz aufbaut oder verbraucht und wie stark sie verschuldet ist. Jede Aussage über die kommenden Jahre nennt ihre Wahrscheinlichkeit als Spanne.

Worauf die Antwort beruht

  • Unternehmensstatistik, Produktions- und Erzeugerpreisindizes von Eurostat
  • Energiepreise von Eurostat, Zinsen der Europäischen Zentralbank
  • Jahresabschlüsse aus dem Firmenbuch

Aufträge und Preise einzelner Betriebe stehen in keiner Statistik.

Wer übernimmt, wenn es um Nachfolge geht?

Steht Ihr eigener Betrieb zur Übergabe an, schätze ich seinen Wert als Spanne. Grundlage sind Ertragskraft und Substanz aus den Abschlüssen, dazu die stillen Reserven, die eine Bilanz nicht ausweist.

Wollen Sie wachsen, lese ich die Abschlüsse der Betriebe, die für einen Kauf in Frage kommen. Sie sehen dann, wie jeder von ihnen im Vergleich zu seiner Branche dasteht.

Worauf die Antwort beruht

  • Jahresabschlüsse aus dem Firmenbuch
  • Unternehmensstatistik von Eurostat je Branche

Wie Familie und Belegschaft zur Übergabe stehen, klärt nur das Gespräch.

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie sie mir.

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01Arbeitsweise

Wie ich einen Abschluss lese

Woher die Zahlen kommen

Jede österreichische Kapitalgesellschaft reicht ihren Jahresabschluss beim Firmenbuch ein. Diese Abschlüsse lese ich über viele Jahre und für ganze Branchen. Die amtliche Statistik von Eurostat und der Europäischen Zentralbank zeigt dazu, wie sich Märkte, Preise und Zinsen bewegen.

Erst die Bilanzpolitik, dann die Kennzahl

Ein Abschluss lässt sich gestalten. Wahlrechte und Schätzungen verschieben Gewinne zwischen den Jahren. Deshalb prüfe ich zuerst, wie ein Abschluss aufgestellt ist, und deute erst dann die Kennzahlen. Ein Urteil stützt sich auf mindestens drei Jahrgänge und auf den Wert der Branche. Fällt etwas auf, suche ich das Geschäft, das es erklärt.

Was ein Abschluss nicht zeigt

Fällige Tilgungen, Leasing und Mieten, zurückgeführte Kreditlinien und die Stärke der Führung stehen nicht in der Bilanz. Ihre Analyse nennt diese Lücken gleich am Anfang und sagt, wo es eine Spur zu ihnen gibt. So wissen Sie, wo die Zahlen enden und wo Ihr eigenes Wissen den Ausschlag gibt.

Wie sicher ein Urteil ist

Worte wie „möglich“ oder „voraussichtlich“ versteht jeder Leser anders. Deshalb steht neben jeder Einschätzung eine Spanne, etwa „wahrscheinlich, 55 bis 80 Prozent“. Sie und Ihre Bank sehen damit, wie fest ein Urteil steht.